Neuerscheinungen 2020

!

Identität oder Egalität, Klaus Kunze

Vom Menschenrecht auf Ungleichheit

168 Seiten, gebunden, fester Einband,

ISBN 978-3-938176-79-5

Format: 105 x 170 mm

 Identität oder Egalität“ ist eine Kampfansage an die Egalitaristen unseres Landes, die neuen Apostel des Gleichheitswahns auf Regierungsbänken und in Parlamenten, auf den Lehrstühlen im staatsfinanzierten Hochschulbetrieb, in den Intendantensesseln der Medienanstalten, in Redaktionsstuben und auf Kirchenkanzeln.

Der Jurist Klaus Kunze analysiert die Gleichheitsutopie als identitätszerstörende und die menschliche Würde mit Füßen tretende Hypermoral einer herrschsüchtigen Pseudoelite. Er kommt zu einem entlarvenden Urteil: In letzter Konsequenz geht es den radikalliberalen und linken Gleichheitsfanatikern um die Einschränkung unserer Menschenrechte auf Ungleichheit und individuelle Freiheit. Sie bauen an einer neuen, proto-totalitären Ordnung. Ihre universalistischen Dogmen zerstören unsere tradierten Werte. Sie paralysieren unseren Staat und seine Institutionen, machen ihn wehrlos gegen Bedrohungen des 21. Jahrhunderts.

Kunze argumentiert stets stringent und verfassungsrechtlich auf der Grundlage unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung und belegt überzeugend: Linke Ideologen deuten diese um im Sinne einer Pflicht, ihren quasireligiösen Glauben an eine angebliche „fundamentale Gleichheit aller Menschen“ anzunehmen. Dieser beseelt sie wie eine metaphysische Offenbarung.

Dagegen setzt der Autor auf die Werte der Differenz und der Unterscheidbarkeit, auf die Würde eines selbstbestimmten Lebens in natürlichen und gewachsenen Solidargemeinschaften wie Familie, Volk und Nation. Eine identitäre und freiheitliche politische Manifestation, ein Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und zur Gleichwertigkeit aller Staatsbürger vor dem Gesetz.



08/15 - Romantrilogie von Hans Hellmut Kirst

Die Gesamttrilogie in einem Band

08/15 in der Kaserne

08/15 im Krieg

08/15 bis zum Ende

890 Seiten, Paperback

Auslieferung ab 23.03.2020

Hans Hellmut Kirst, seit 1933 Berufssoldat und während des Zweiten Weltkrieges Offizier, hat mit seiner Roman-Trilogie den Begriff „08/15“, der ursprünglich eine Variante des Maschinengewehrs bezeichnete und im übertragenen Sinn für etwas „Gewöhnliches, nichts Besonderes“ stand, ein Synonym für das Leben und Leiden der Wehrmachtssoldaten geprägt.

Wie keinem anderen vor und nach ihm gelang es Kirst, die Unmenschlichkeiten des Militarismus aus der Perspektive des einfachen Soldaten zu schildern: die brutale Kasernenhofschleiferei, die Feigheit der Drückeberger in der Etappe, die Gewissenlosigkeit der Kriegsgewinnler.

Kirst erzählt die Erlebnisse des Gefreiten Asch – in der hervorragenden Verfilmung von Joachim Fuchsberger gespielt –, dem es immer wieder gelingt, sich dem Drill und den Entwürdigungen des militärischen Alltags zu entziehen.

Das Buch „08/15“ erschien erstmals 1954, wurde einer der ersten großen Verkaufserfolge der Nachkriegszeit und nahm nicht unwesentlich Einfluß auf die damalige Debatte um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland.

Anton Mirko Koktanek, Oswald Spengler. Leben und Werk

Eine Biographie

ISBN 978-3-938176-15-3
468 Seiten + 16 Bildseiten, Paperback


jetzt lieferbar!

Oswald Spengler (geb. 29.5.1880, gest. 8.5.1936) war einer der wirkungsvollsten und zugleich umstrittensten Denker des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Hauptwerk „Der Untergang des Abendlandes“, dessen erster Band im Frühjahr 1918 erschien, beanspruchte Spengler, eine kopernikanische Wende in der Geschichtsphilosophie einzuleiten. Seine Kernthese lautete, daß die Weltgeschichte die Abfolge von verschiedenen Kulturen darstelle, die von Gesetzmäßigkeiten determiniert sei: „Jede Kultur durchläuft die Altersstufen des einzelnen Menschen. Jede hat ihre Kindheit, ihre Jugend, ihre Männlichkeit und ihr Greisentum.“ In „Zivilisationen“ sah Spengler die Spätzeiten der einzelnen Kulturen, deren Erlöschen und Untergang wie bei alternden Organismen bevorstehe. Dem gegen Ende des Ersten Weltkrieges ins Zerfallsstadium eintretenden Abendland prophezeite er ein bevorstehendes Zeitalter der Diktaturen und des Imperialismus.

Anton Mirko Koktanek, Philosoph und Nachlaßverwalter Oswald Spenglers, konnte für seine große Spengler-Biographie zahlreiche unveröffentlichte Zeugnisse verwenden, darunter auch dichterische Entwürfe Spenglers, Tagebuchnotizen seiner Schwester und nicht zuletzt seine Selbstbetrachtungen, die er als Gedächtnisstützen für die von ihm geplante, jedoch nicht geschriebene Autobiographie verfaßte. So entstand eine außerordentlich kenntnisreiche Lebens- und Werkbeschreibung des Geschichtsphilosophen Spengler, die zugleich einen Schlüssel zum Verständnis der Krisen, Kriege und Revolutionen und der Tragödie der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert bietet.